· KMU und AI

AI-Adoption ist nicht Wertschöpfung.

Schweizer KMU adoptieren schnell. Der Unterschied entsteht nicht im Tool, sondern in der Prozessklarheit dahinter.

Der Anteil Schweizer KMU mit AI-Tools im Einsatz steigt laut der AXA-Arbeitsmarktstudie spürbar. Die Schweiz adoptiert schnell, schneller als viele Nachbarn.

Die naheliegende Schlussfolgerung: Wir sind gut dabei.

Vorsicht.

Adoption ist nicht Wertschöpfung

Ein Tool im Einsatz zu haben heisst nicht, dass es Wert schafft. Ich sehe regelmässig KMU, die mehrere AI-Tools abonniert haben und trotzdem nicht sagen können, welcher Prozess dadurch messbar besser läuft.

Die Tools sind da. Die Klarheit fehlt.

Vorsicht bei kursierenden ROI-Zahlen

«So viel gespart pro Monat», «ROI in zwei Monaten», «X Franken pro investiertem Franken», die meisten dieser Zahlen stammen aus Anbieter-Marketing, nicht aus geprüften Daten. Ich nehme sie bewusst nicht in den Mund.

Wer Investitionsentscheidungen auf solche Aussagen stützt, verkauft sich selber eine Erwartung, die der Anbieter nicht garantieren muss.

Was wirklich zählt

Was zählt, ist nicht das Tool, sondern der Prozess dahinter. Vier Fragen, die jede ehrliche AI-Initiative beantworten muss:

  • Wo genau greift AI in den Ablauf ein?
  • Was war vorher der Engpass?
  • Was ist nachher messbar anders?
  • Wer verantwortet die Entscheidungen, die das Modell trifft oder vorbereitet?

Wer das nicht beantworten kann, hat ein Tool gekauft, keine Verbesserung.

Schnelle Adoption ist ein Vorsprung, aber nur, wenn ihr aus dem Werkzeug einen Prozess macht. Sonst ist es teurer Stillstand mit moderner Oberfläche.

Die Frage zum Mitnehmen

Welcher eurer Prozesse ist durch AI nachweisbar besser geworden, und woran messt ihr das?

← Zurück zu Einblicke

Relevanz schlägt Reichweite.

Wenn ein Signal für Ihr Vorhaben relevant ist, sprechen wir besser direkt darüber.